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Podiumsdiskussion

Ist Theater behindertenfeindlich?

Laut UN-Behindertenrechtskonvention erkennt Deutschland das Recht von Menschen mit Behinderungen an, gleichberechtigt am kulturellen Leben teilzunehmen. Aber wie sieht es aus mit den Zugängen für Menschen mit Behinderungen, nicht nur als Zuschauer*in, sondern auch als Künstler*in hinter und auf der Bühne?

Diese Teilhabe ist nicht verhandelbar, aber was sagt der Realitätscheck? Heute sind Ausgrenzungen und Unmöglichkeiten oft noch die Regel, und Inklusion bedeutet nicht mehr als die Rampe ins Theater. Aber wenn auf der Bühne ein Bild der Gesellschaft gezeigt werden soll, bei der nicht nur die üblichen Normvorstellungen abgebildet werden, braucht es mehr.

Moderation: Amy Zayed
mit: Alina Buschmann, Schauspielerin, Beraterin und Coach
Roisin Keßler, Kulturpädagogin und Inklusionsberaterin für Kulturinstitutionen
Noa Winter, Kurator*in, Kulturberater*in, Wissenschaftler*in und Behindertenrechtsaktivist*in

Ausstrahlung der Aufzeichnung am So. 26.04. ab 18:04 Uhr


siehe auch:
https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-forum/ist-theater-behindertenfeindlich-100.html

Freitag 17. Juni 2022 um 14 Uhr im Theaterrevier

Bitte beachten: Bei dieser Veranstaltung gilt die 3 G + Regel, d.h. es ist ein aktueller negativer Coronatest notwendig.

Moderation

Amy Zayed

Amy (Iman) Zayed wurde als Tochter aegyptisch-staemmiger Eltern in Paderborn geboren. Nach dem Abitur studierte sie Anglistik, Romanistik und Philosophie an der Universitaet Bielefeld. Mit 14 machte sie ihre ersten Radioerfahrungen beim britischen Soldatensender BFBS, wo sie bis 2008 als freie Redakteurin und Autorin arbeitete. 2005 schloss sie dann das WDR-Volontariat ab, und arbeitet seitdem als freie Autorin fuer alle ARD-Jugend- und Kulturwellen, so wie dem Deutschlandfunk und der Britischen BBC. Seit 2020 moderiert sie den John Sinclair Podcast fuer den Verlag Bastei Luebbe.

mit

Alina Buschmann, Schauspielerin, Beraterin und Coach

Alina Buschmann ist Schauspielerin und Beraterin für Inklusion und Antidiskriminierung ist im Internet als Dramapproved bekannt. Sie setzt sich als Aktivistin für die Rechte von behinderten Menschen ein. Bei ihrer Arbeit als Beraterin legt Alina großen Wert darauf, Zusammenhänge innerhalb unserer ableistischen Strukturen aufzuziegen.

Roisin Keßler, Kulturpädagogin und Inklusionsberaterin für Kulturinstitutionen

Roisin Keßler, geboren am 23.10.1996 ist Rollstuhlfahrerin und studiert Kulturpädagogik an der Hochschule Niederrhein. Aktuell schreibt sie ihre Bachelorarbeit über die sozial- und kulturpolitischen Voraussetzungen von inklusiven darstellenden Künsten in Deutschland.
Seit April 2021 koordiniert sie das Netzwerk nichtbehinderter und behinderter Tanz- und Theaterschaffender. Von Februar bis Juni leitete sie das inklusive Theaterprojekt „Achtsam Pöbeln. Gebrauchsanweisungen zum Wiederspruch“ am Stadt:Kollektiv des Schauspiel Düsseldorf. Darüber hinaus ist sie freie Mitarbeiterin des Projekts „Access Maker“ des Verein Un-Label.

Noa Winter, Kurator*in und Dramaturg*in

Noa Winter (keine Pronomen oder they/them) ist Kurator*in, Kulturberater*in, Wissenschaftler*in und Behindertenrechtsaktivist*in.

Seit 2020 ko-leitet Winter das Projekt Making a Difference, das behinderte, taube und chronisch kranke Künstler*innen in der BerlinerTanzszene fördert. Schwerpunkte von Winters Arbeit sind Anti-Ableismus,die selbstbestimmten Arbeitsweisen behinderter, tauber und chronischkranker Künstler*innen sowie Aesthetics of Access (Ästhetiken, dieBarrierefreiheit als integralen Bestandtteil des Kunstwerks denken).

Zuletzt ko-kuratierte Winter die Symposien Explodierende Zeiten,ver_rückte Räume: Disability Arts & Crip Spacetime (gemeinsam mit Nina Mühlemann) und Owning Spaces – Conversations and Actions from Bed (gemeinsam mit Kate Marsh).

In Kooperation mit