Achtung, gleich wird es laut! Stell dir vor, du willst eigentlich ins Theater, doch plötzlich befindest du dich auf einer Baustelle, weil das Theater gerade abgerissen wird. Was stattdessen hin soll, wissen die Bauarbeiter*innen dort auch nicht so genau. Sie folgen Anweisungen von ganz oben, als plötzlich die Baustelle zum Leben erwacht. Ein Loch, ein Betonmischer und eine Wand versuchen den Abriss des Theaters im letzten Moment aufzuhalten und sorgen damit für eine große Krise auf der Baustelle. Wie gehen die Bauarbeiter*innen damit um? Werden sie eine Lösung für das Problem finden? PINSKER+BERNHARDT bringen zusammen mit Geräten und Gefährt*innen, mit einem großen Schlund, einem Rohr und einer Abrissbirne auf die Bühne, was es bedeutet, wenn man vor dem Abriss steht, aber gemeinsam weitermachen muss.
Auszug aus der Jurybegründung:
„Achtung, gleich wird es laut!“ – Mit diesem Versprechen eröffnet KRACH – Songs für die Krise eine eindrucksvolle theatrale Versuchsanordnung zwischen Baustelle und Bühnenmagie. PINSKER+BERNHARDT verwandeln den drohenden Abriss in ein poetisch-politisches Spiel über Unsicherheit, Umbruch und Widerstand.
„Achtung, gleich wird es laut!“ – Mit diesem Versprechen eröffnet KRACH – Songs für die Krise eine eindrucksvolle theatrale Versuchsanordnung zwischen Baustelle und Bühnenmagie. PINSKER+BERNHARDT verwandeln den drohenden Abriss in ein poetisch-politisches Spiel über Unsicherheit, Umbruch und Widerstand. Was als chaotische Baustelle beginnt, wird zum lebendigen Organismus: Objekte erwachen, widersprechen, singen und behaupten sich – allen voran eine Wand, die sich mit einem Protestlied in letzter Sekunde gegen ihr Verschwinden stellt.
Dabei entsteht ein außergewöhnlicher kollektiver Erfahrungsraum, in dem Aktion und Interaktion Publikum, Ensemble und Bühnenraum miteinander verschmelzen lassen. Die Baustelle wird zum gemeinsam erkundeten Ort, an dem Begegnung und ein gleichberechtigtes Erleben von Raum und Zeit möglich werden. Mit großer künstlerischer Kraft verbindet die Inszenierung Humor und Ernsthaftigkeit und macht das Gefühl gegenwärtiger Krisen sinnlich erfahrbar. Zugleich setzt sie ein starkes Zeichen der Hoffnung: dass es sich lohnt, nicht alles hinzunehmen, sondern dass gemeinsames Handeln Veränderung schafft. Ein ebenso kluges wie sinnliches Theatererlebnis.
Das Junge Schauspielhaus Bochum besteht seit dem Jahr 2000, seit 2020 mit eigener Spielstätte, dem Theaterrevier. Das Programm wird von neuen Erzählformen für eine moderne und diverse Stadtgesellschaft geprägt. Neben Stücken für die ganze Familie werden künstlerische Produktionen zusammen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in den Theaterbanden entwickelt. Im Theaterrevier werden neue Wege und Konzepte gefunden, um Theater anders zu gestalten. Dafür wurde ein 15-köpfiger Kinder- und Jugendaufsichtsrat, die Drama Control, gegründet. Deren Mitglieder (5-21 Jahre) können Themen und Projekte vorschlagen sowie mitgestalten.
Weitere Infos auch auf der Homepage des Spielortes Theater Münster
Fachgespräch
Samstag, 31. Mai 18:15 Uhr im Theater Münster, Probebühne 1
Information Zugänglichkeit (u.a. DGS, barrierefrei):
Das Kleine Haus im Theater Münster ist über den Haupteingang barrierefrei zu erreichen. Außerdem gibt es ein barrierearmes WC. Die Spielstätte verfügt über eine Induktionsschleife, dafür werden Parkettplätze in Block B;C;D empfohlen. Diese Vorstellung findet mit Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache statt.
Sensorische Reize und Effekte:
Stroboskop, Nebel
Video in DGS von Rafael-Evitan Grombelka
Termine
Zugang
Öffentlich | 8+
Spielort
Theater Münster, kleines Haus
Dauer
60 Minuten
Theater
Junges Schauspielhaus Bochum
www.schauspielhausbochum.de
Produktion
Junges Schauspielhaus Bochum
von PINSKER+BERNHARDT und der Drama Control
Konzept, Regie: PINSKER+BERNHARDT
Performance: Nora Krohm, Jakob Schmidt, Payam Yazdani
Ausstattung: Charlotte Morache
Musik: Charlotte Simon
Special Effects: Carlos Franke, Simon Lenzen
Dramaturgie: Thorsten Bihegue
Regieassistenz: Mattis Krems / Lynn Dokoohaki
Bühnenbildassistenz: Ioana Isabela Voicu / Alma van der Donk
Kostümassistenz: Amelie Narz / Sina Gröner
Aufführungsrechte: beim Theater
Gefördert durch die RAG-Stiftung und die Brost-Stiftung


