Ausgehend von der Idee, dass Bilder Meinungen beeinflussen, hat das LUTZ Team ein partizipatives Format zwischen Ausstellung, Lesung und Theatervorstellung entwickelt. Es werden Auszüge aus Liz Kesslers preisgekröntem Jugendroman „Als die Welt uns gehörte“ gelesen, der die Geschichte einer Dreier-Freundschaft erzählt, die mit dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland jäh auseinandergerissen wird. Dazwischen ist das Publikum eingeladen, die Geschichten von Menschen aus Gegenwart und Historie unserer Stadt zu entdecken und darüber nachzudenken, welche Momente uns bewegen und empowern können und auf welche Weise Bilder unsere Erinnerungen und Meinungen beeinflussen.
Auszug aus der Jurybegründung:
FOTOALBUM – Oder Bilder, die die Welt bedeuten können überzeugt als klug komponiertes Format zwischen Ausstellung, Lesung, Theater und partizipativen Momenten, dem es immer wieder gelingt, dem jungen Publikum eigene Denkräume zu eröffnen. Im Zentrum steht Liz Kesslers Roman „Als die Welt uns gehörte“, dessen Geschichte einer Freundschaft im Schatten des Nationalsozialismus einen unmittelbaren, emotionalen Zugang zu Verfolgung, Verrat und Verlust schafft. Die Verwebung dieser Romanpassagen mit biografischen Geschichten aus Hagen schlägt dabei eine starke Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
FOTOALBUM – Oder Bilder, die die Welt bedeuten können überzeugt als klug komponiertes Format zwischen Ausstellung, Lesung, Theater und partizipativen Momenten, dem es immer wieder gelingt, dem jungen Publikum eigene Denkräume zu eröffnen. Im Zentrum steht Liz Kesslers Roman „Als die Welt uns gehörte“, dessen Geschichte einer Freundschaft im Schatten des Nationalsozialismus einen unmittelbaren, emotionalen Zugang zu Verfolgung, Verrat und Verlust schafft. Die Verwebung dieser Romanpassagen mit biografischen Geschichten aus Hagen schlägt dabei eine starke Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Durch die Vielfalt der spielerischen Formen und feinsinnigen Dialoge mit dem jungen Publikum verändert sich kontinuierlich der Raum: Plätze werden gewechselt, neue Anordnungen eröffnen immer wieder andere Blickwinkel. So entsteht eine dynamische, spannende Theaterlandschaft, in der man einer eindringlichen Geschichte folgen kann und zugleich unmittelbar angesprochen, bewegt und beteiligt wird und sich hierbei immer gemeint fühlt.
Dank der schauspielerischen Leistungen und der konsequenten Einbindung der Zuschauer*innen wird FOTOALBUM zu einem nachklingenden gemeinsamen Erinnerungs- und Erfahrungsraum für Empathie und demokratische Werte.
Seit Gründung des LUTZ, als 3. Sparte in Hagen im Jahr 2000, entstehen in der eigenen Spielstätte pro Spielzeit 4-6 Neuproduktionen. Das Spektrum reicht von Stückentwicklungen über partizipativen Produktionen im Stadtraum bis zu klassischen Texten der Literatur. Das LUTZ ist in seiner künstlerischen und konzeptionellen Ausrichtung interdisziplinär, intergenerativ, antihierarchisch, integrativ, kooperationsfreudig und anti-illusionistisch.
weitere Informationen auch auf der Homepage des Spielortes Theater Münster
Fachgespräch
Montag, 01. Juni 2026, 17:45 bis 18:30 Uhr, Theater Münster, Probebühne 1
Information Zugänglichkeit (u.a. DGS, barrierefrei):
Das Kleine Haus im Theater Münster ist über den Haupteingang barrierefrei zu erreichen. Außerdem gibt es ein barrierearmes WC. Die Spielstätte verfügt über eine Induktionsschleife, dafür werden Parkettplätze in Block B;C;D empfohlen. Die Vorstellung am 31.05. um 20 Uhr findet mit Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache statt.
Sensorische Reize und Effekte:
Nebelmaschine, Leuchtschriftband (blinkend), Soundeffekte: Explosion
Content Notes:
Das Stück enthält die Darstellung von Antisemitismus, Verfolgung und Entrechtung jüdischer Menschen und anderer Bevölkerungsgruppen zur Zeit des Nationalsozialismus. Thematisiert werden u.a. Diskriminierung, Zwangsmaßnahmen, Familientrennung sowie psychische und physische Gewalt.
Zugang
Öffentlich | 13+
Spielort
Theater Münster, kleines Haus
Dauer
90 Minuten
Theater
LUTZ Hagen
www.theaterhagen.de
Produktion
LUTZ Hagen
Text und Inszenierung: Anja Schöne
Bühne und Kostüme: Sabine Kreiter
Outside-Eye: Daria Malygina
Dramaturgie: Anne Schröder
Hospitanz: Enya Reiner
Theaterpädagogik: Elisabeth Emmanouil-Maß
Mit: Masha Shafit, Felix Zimmermann
Im Video: Dominik Penschek, Daria Malygina
Stimmen vom Band: Sveja Druschel, Matthias Knaab, Björn Lukas
Aufführungsrechte: Beim Theater
Koproduktionspartner*innen: Wir danken Michael Eckhoff (Hagener Heimatbund e.V) und Reiner Stöcker (Hagener Geschichtsverein) für die Beratung und inhaltliche Unterstützung sowie Monica Schanzer, den Bewohner*innen und Mitarbeitenden des Seniorenzentrums Am Theater, den Jugendlichen des Team Turbulenzen und den Schüler*innen des Rahel-Varnhagen-Kollegs und allen anderen für ihre Geschichten, Fotos und Beiträge.






