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Der Bär, der nicht da war

Schlosstheater Moers

Ein Juckreiz kratzt sich an einem Baum und wird zu einem Bären. Ein wundersamer Wald wächst um den Bären und er begibt sich auf den Weg, um herauszufinden, wer er ist. Auf seinem Weg begegnen ihm allerlei neue Freunde, die ihn weiter in Richtung „geradeaus“ bringen, bis er an eine Hütte kommt, die sein Zuhause ist. „Ich hatte doch gleich das Gefühl, dass ich ich bin.“, sagt der Bär zu sich. „Der Bär, der nicht da war“, ist eine zauberhafte Geschichte voller Leichtigkeit über die Suche nach der eigenen Identität, Lebensfreude und den Mut, sich dafür auf eine Reise zu begeben.

Auszug aus der Begründung der Auswahljury:
"Wer bestimmt eigentlich, wer wir sind – ob im Theater oder im echten Leben? Ein Stück über Selbstermächtigung und Mut und darüber, dass der liebevolle Blick von außen der beste Weg zum Happy End ist."

Keine vierte Wand, nirgendwo. Die Spielfläche liegt länglich zwischen zwei Tribünen. Die Spieler*innen sind mittendrin und sie tun auch gar nicht erst so, als wüssten sie das nicht. Das Publikum wird im Verlaufe des Stückes immer wieder einbezogen und befragt: Was seht ihr? Wie findet ihr das? Was könnte als nächstes passieren? Und sie hören zu und unterhalten sich mit ihren Zuschauer*innen, was auch schon mal länger dauern kann. Aber bestimmen nicht auch die Blicke der Zuschauenden das, was auf der Bühne passiert? Wenn aus einem Kratzen ein Bär werden kann, wenn aus einem Stück Holz ein Wald wird, wenn alle mal der Bär sein können, dann zeigt man Theatermechanismen auf und lässt eben alle, die im Raum sind, aktiv daran teilhaben. Und doch begleitet man diesen Bären, der wissen will, wer er eigentlich ist und warum er überhaupt da ist, mit Interesse und Freude und wird hereingezogen in die Geschichte. Der ist nämlich ganz nett, der Bär, genau wie die liebenswert abgedrehten Figuren, die er so trifft. Wer bestimmt eigentlich, wer wir sind – ob im Theater oder im echten Leben? Ein Stück über Selbstermächtigung und Mut und darüber, dass der liebevolle Blick von außen der beste Weg zum Happy End ist.

Seit der Gründung 1975 steht das Schlosstheaters Moers für gesellschaftskritisches und experimentelles Theater. In Zusammenarbeit mit sozialen und künstlerischen Institutionen und Initiativen sowie durch die Bespielung ungewöhnlicher Orte, sucht das Theater die Nähe zum gesellschaftlichen Leben der Stadt und ihren Bürger*innen. Dabei wird der schmale Grat zwischen Fiktion und Wirklichkeit immer wieder spielerisch ausgelotet.

Do., 16.06.2022

11:00 Uhr

 

Do., 16.06.2022

14:00 Uhr

Zugang

done öffentlich | +5

Spielort

pin_drop Theaterrevier (Zeche Eins)

Dauer

55 Minuten

Theater

Schlosstheater Moers
www.schlosstheater-moers.de

Produktion

Schlosstheater, Moers

nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Oren Lavie
Regie und Textfassung: Andreas Mihan
mit: Georg Grohmann, Matthias Heße, Emily Klinge
Bühne und Kostüme: J. F. Schmidt-Colinet
Sound: Peter Breitenbach
Dramaturgie und Textfassung: Viola Köster
Theaterpädagogik: Emma Kaufmann
Regieassistenz: Kilian Seeger/Victoria Wehrmann
Aufführungsrechte: schaefersphilippen, Theater und Medien GbR

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