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Das Gewicht der Ameisen 

von David Paquet aus dem Französischen von Frank Weigand 
Kinder- und Jugendtheater Dortmund 

Was tun, wenn schon der Direktor resigniert? Revolution planen oder doch lieber heilsame Ablenkung durch süße Katzenvideos? Jeanne ist wütend, und zwar richtig. Sie hat kein Geld, kein Wahlrecht und keinen Arbeitsplatz. Gut, sie ist auch erst vierzehn Jahre alt und Schülerin aber ernstgenommen werden will sie trotzdem. Überall lauern falsche Versprechungen durch Werbung, Medien oder Erwachsene und noch viel mehr Erwartungen. Mitbestimmung – Fehlanzeige. Auch Olivier ist deprimiert, denn die Klimakrise ist da und niemand hat Lösungen parat. Eins ist beiden klar: Es muss sich etwas ändern! Nichtstun hat auch Konsequenzen. Da kommt die Wahl zur Schülerschaftsvertretung gerade recht. Im Wahlkampf heißt es dann angestaute Frustration gegen Optimismus gegen ... kostenlose Pizza von Mikes Eltern, dem dritten Kandidaten. Sollten sich die beiden zusammentun, um wirklich etwas zu erreichen? So kann es jedenfalls nicht weitergehen!

Auszug aus der Jurybegründung: 
Die Inszenierung Das Gewicht der Ameisen überzeugt als präzise komponiertes Gesamtwerk, in dem Spielraum, Tempo, Schauspiel und Text schlüssig ineinandergreifen. Mit klarem Blick auf die Lebensrealität junger Menschen macht sie erfahrbar, wie sich ein Gefühl von Ohnmacht, Wut und zugleich der Wunsch nach Mitbestimmung verdichten und in widerständige Energie übersetzen lassen.

Die Inszenierung Das Gewicht der Ameisen überzeugt als präzise komponiertes Gesamtwerk, in dem Spielraum, Tempo, Schauspiel und Text schlüssig ineinandergreifen. Mit klarem Blick auf die Lebensrealität junger Menschen macht sie erfahrbar, wie sich ein Gefühl von Ohnmacht, Wut und zugleich der Wunsch nach Mitbestimmung verdichten und in widerständige Energie übersetzen lassen.

Besonders hervorzuheben ist die gelungene und konsequente künstlerische Integration der Audiodeskription, die nicht als Zusatz, sondern als selbstverständlicher Bestandteil der Inszenierung erscheint und eine gleichberechtigte Theatererfahrung für sehendes und blindes Publikum ermöglicht.

Die offene Spielform mit transparenten Rollenwechseln und einem reichen Personal skurriler Nebenfiguren schärft zugleich den Kontrast zu den verletzlichen Hauptfiguren Jeanne und Olivier. So verbindet die Produktion tiefen Weltschmerz mit unerschrockenem Humor und wird zu einem kraftvollen Impuls, sich als starke Gemeinschaft gegen Gleichgültigkeit, Oberflächlichkeit und Ignoranz zu behaupten.

 

 

 

Das KJT Dortmund ist ein Begegnungsort für Kinder, Jugendliche und Familien und bietet mit seinen partizipatorischen Formaten eine junge Bühne für die Stadt. Von Klassikern bis zu zeitgenössischer Dramatik, über Märchenstoffe bis zu Projekten im öffentlichen Raum – das KJT Dortmund schafft einen Ort neuer Perspektiven und lädt dazu ein, Theater als unendlichen Möglichkeitsraum zu entdecken.

weitere Informationen auch auf der Homepage des Spielortes Theater Münster

Fachgespräch

Montag, 01.06. 2026 um21:15 Uhr, Theater Münstre, Probebühne 1

Content Notes:
In der Inszenierung wird sehr direkte Sprache verwendet, die zum Teil mit Kraftausdrücken arbeitet. In einer Alptraum-Szene, werden im ersten Drittel die Themen Klimawandel, globale, menschliche Katastrophen als Angstvorstellung verbal thematisiert. Schönheitsideale werden aufgeworfen und von der Protagonistin kritisiert.
 

Sensorische Reize und Effekte:
Es gibt laute, abrupte Musikeinsätze. Der Saal wird an einigen Stellen stark abgedunkelt, es gibt eine Szene im letzten Drittel, in der es sehr dunkel wird mit einem Stroboskopeinsatz.
Am Ende hört man in der Krankenhaus-Szene das Geräusch eines Vitaldatenmonitors.

Information Zugänglichkeit (u.a. DGS, barrierefrei):

Alle Vorstellungstermine beinhalten eine künstlerisch integrierte Audiodeskription und sind für Blinde und sehbehinderte Menschen barrierefrei zugänglich. Die visuellen Elemente der Inszenierung werden dabei kreativ in den Theatertext eingebunden, sodass keine externen Hilfsmittel benötigt werden.

Begegnung mit haptischem Zugang zu Kostümen und Requisiten im Anschluss an die Vorstellung am 01.06. 2026.

Anmeldung bei Jana Garanzha: garanzha@stadt-muenster.de oder telefonisch:  0251 59 09 – 210



Das Kleine Haus im Theater Münster ist über den Haupteingang barrierefrei zu erreichen. Außerdem gibt es ein barrierearmes WC. Die Spielstätte verfügt über eine Induktionsschleife, dafür werden Parkettplätze in Block B;C;D empfohlen.

 

Termine

Mo., 01.06.2026

19:30 Uhr 

Zugang

done Öffentlich | 12+


 

Spielort

pin_drop Theater Münster, kleines Haus

Dauer

80 Minuten

Theater

Kinder- und Jugendtheater Dortmund
www.theaterdo.de

 

 

Video

Produktion

Kinder- und Jugendtheater Dortmund 

von David Paquet aus dem Französischen von Frank Weigand

Mit: Bianka Lammert, Sar Adina Scheer, Harald Schwaiger, Jan Westphal
Stimme der Audiodeskription: David Smith
Regie: Annette Müller
Ausstattung: Oliver Kostecka
Musik und Sound: Michael Lohmann
Dramaturgie: Jacqueline Rausch
Theatervermittlung: Erika Schmidt-Sulaimon
Beratung für Barrierefreiheit: Johannes Willenberg (Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen e.V.)
Inklusionsmanagement: Vivien Birkner, Chantal Priesack
Regieassistenz: Lennart Aufenvenne
Inspizienz: Franz Marie Hoffmann
Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG

Weitere Stücke

BÄÄÄM

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1984

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Regie: Frank Hörner

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