Gastgeber des 35. WESTWIND-Festivals war das Theater Oberhausen.

Vom 15. bis 21. Juni 2019 trafen sich Theatermacher*innen für junges Publikum und ihre Zuschauer*innen rund um den Will-Quadflieg-Platz im Zentrum von Oberhausen, dem weithin bekannten "Palermo des Nordens". Gezeigt wurden 11 bemerkenswerte Inszenierungen aus NRW und internationale Gastspiele. Darüber hinaus gab es Nachgespräche, Reflexionen und Begegnungen beim gemeinsamen Kochen, Essen, Installieren und Fabulieren in der Volxküche oder am Theaterstrand.

westwind

WESTWIND gilt bundesweit als eines der renommiertesten Theaterfestivals für junges Publikum. Es wird jedes Jahr von einem anderen NRW-Theater ausgerichtet. Neben einer Auswahl von NRW-Inszenierungen gibt es internationale Gastspiele und ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Diskussionen und Gesprächen.

preisträger der kinderjury

Die Kinderjury zeichnete die Inszenierung
"Der kleine schwarze Fisch"
des Armada Theaters aus Velbert aus.

Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro stiftete der Freundeskreis Theater für Oberhausen e.V.

Auszug aus den Kriterien der Kinderjury:

Die Kinder der Kinderjury haben sich bei der Bewertung der einzelnen Theaterstücke an Kriterien orientiert, die sie vor dem Westwindfestival festlegten. Dabei waren ihre eigenen Beobachtungen, Ansprüche und Wünsche, die sie an ein Theaterstück stellten, die Grundlage.
Den Kindern war wichtig, dass das Stück/die Handlung/ die Geschichte abwechslungsreich war. Es sollten Spannung, Spaß und unterschiedliche Figuren (gute und böse) vorkommen. Das Stück sollte fantasievoll und fantasieanregend sein. Es sollte „ans Herz gehen“. Die Geschichte sollte für sie nachvollziehbar und verständlich sein. Der Kleine schwarze Fisch hat den Kindern in dieser Hinsicht in besonderem Maße gefallen. Sie konnten die Gefühle des kleinen Fisches nachvollziehen und sich mit ihm identifizieren. „Es war lustig, dass der kleine Fisch, draußen schwimmen musste, damit er gesund wird.“  „Er war mutig, das hätte ich mich nicht getraut.“ „Ich kann ihn gut verstehen, dass er von zu Hause wegwollte.“

(Foto: Isabel Machado Rios)

vollständige begründung der kinderjury

preisträger der jugendjury

Die Jugendjury zeichnete die Inszenierung "Shame, shame, but different" des Theaterensembels Kopierwerk aus,
produziert von KOM `MA Theater Duisburg und AGORA Theater, St. Vith.
Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro stiftete Küchen Horstmann.

Begründung der Jugendjury:

Wir finden „Shame, Shame but different“ sehr gut, weil dieses Stück Selbstsicherheit gefördert hat, viele Leute ermutigt hat und die Spieler*innen selber viel Mut hatten. „Shame, Shame but different“ gefällt uns aufgrund des glaubhaften Spiels an der Grenze von echten Geschichten und der Schauspielerei. Das Schauspiel und die Technik wurden miteingebunden und die Spieler*innen führten einen offenen Umgang mit dem Publikum. Die Szene, in der die Frau, die alle den Feuermelder nannten, anders drauf war, als die anderen – entweder high oder lustig, da sind wir uns nicht sicher – war eine der interessantesten Interaktionen mit dem Publikum, die wir auf dem Festival sahen. Die Schauspieler*innen haben auf ihre Weise ein wichtiges Thema lustig erzählt. Scham und das Ausbrechen daraus sind ein Thema, in dem wir uns alle wiederfinden. „Shame, Shame but different“ hat uns zum Nachdenken angeregt.

Ellie, Lea, Nyima, Timm und Younes


(Foto: Isabel Machado Rios)

pressemitteilung zum festivalabschluss

Das 35. WESTWIND-Festival NRW für junges Publikum wurde am Theater Oberhausen ausgerichtet. Dieses Jahr gab es keinen Wettbewerb, alle eingeladenen Produktionen wurden mit 1000 Euro Preisgeld bedacht. Einzig die Kinder- und die Jugendjury zeichnen zwei Inszenierungen noch einmal besonders aus.
Die Pressemitteilung sowie die Pressemappe gibt es hier zum Download.